Celtis-Gymnasium
97421 Schweinfurt | Gymnasiumstr. 15 | 09721 / 675060


Vorwort

Schulisches Lernen soll unsere Kinder auf die Welt vorbereiten, Wissen muss demnach anschlussfähig sein, Lernen einen Lebensbezug enthalten. Aus diesem Grund legen wir Wert auf eine im humanistischen Profil unserer Schule verankerte ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung.
Damit unsere Schülerinnen und Schüler sich in einer zunehmend komplexer werdenden Welt „orientieren, sie je nach ihren persönlichen Möglichkeiten mitgestalten und in ihr schließlich als mündige Mitglieder der Gesellschaft sinnvoll und verantwortlich handeln können“ (Bildungs- und Erziehungsauftrag des Gymnasiums), bemühen wir uns um eine zukunftsorientierte, qualitätsvolle und umfassende Bildung, die ihnen die für ihren weiteren Bildungs und Lebensweg erforderlichen fachlichen, sozialen und personalen Kompetenzen mitgeben kann.

Bildung braucht, um anschlussfähig zu sein, auchdigitale Kompetenzen, denn Medien vernetzen unsere Lebenswelt in zunehmendem Maße, indem sie wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Bereiche durchdringen. Medien- und digitale Kompetenzen sind praktisch Querschnittkompetenzen in Studium, Beruf und Alltag geworden, haben sich zu einer Kulturtechnik entwickelt und sind so gewissermaßen Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.
Diese Kompetenzen wollen wir fördern. Unser Medienkonzept, das in einem zweijährigen Prozess unter Einbeziehung der Schulleitung, aller Fachschaften, des Elternbeirats und der SMV in einer Steuer- und Schulentwicklungsgruppe entstanden ist, bietet hier eine tragfähige Basis. Es integriert seit Jahren erfolgreich an unserer Schule in einzelnen Fächern und darüber hinaus implementierte Module und Konzepte zur digitalen und Medienbildung. Ebenso sind neue digitale Lehr- und Lernideen sowie Handlungsfelder aufgenommen, wie sie der Kompetenzrahmen zur Medienbildung an bayerischen Schulen definiert. Die dort formulierten Teilkompetenzen haben wir mit unseren Ansprüchen und Bedingungen abgeglichen und mit Beratung von Fachleuten der Medienberatung Unterfranken auf unsere Bedürfnisse angepasst.

Beantwortet wurden Leitfragen, die wir uns bei der Konzeption gestellt haben. Entstanden ist ein individuelles, auf unseren schulspezifischen Bedarf, unser Profil, spezifische Ausstattungsgegebenheiten und besondere Zielsetzungen ausgerichtetes Konzept. Besonders wichtig war, es allen Kolleginnen und Kollegen so leicht wie möglich zu machen, neue oder neu aufbereitete Inhalte, Methoden und Medien in ihren Unterricht zu integrieren. Dabei sollte auch deutlich werden, dass eine ganze Reihe von Teilkompetenzen des Mediencurriculums bereits jetzt schon im Unterricht vermittelt wird. Die Verortung der Zuständigkeit für die Medienkompetenz und -bildung wurde über die Fächer und durch die Implementierung themenspezifischer Kompetenztage gelöst. Schwerpunkte ergaben sich für uns insbesondere auch für den Bereich der Medienerziehung. Schnell entstand ein Konsens darüber, dass ein tragfähiges Medienkonzept bei einer vermehrt individuellen Einbindung unserer Schülerinnen und Schüler in den Prozess der Nutzung digitaler Medien Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln muss, die ihnen helfen, sachgerecht, selbstbestimmt und verantwortungsvoll in einer multimedial geprägten Gesellschaft zu handeln. Unser Ziel ist demnach v.a. auch die Erziehung von Medienmündigkeit, mithin auch die Einhaltung für uns wichtiger Werte wie Ehrlichkeit, Achtung und Respekt, Toleranz und Solidarität, Eigenverantwortung, Fairness und Mitbestimmung.

Im Zentrum stehen deshalb
  • die Vermittlung von Fähigkeiten zum situationsgerechten und verantwortungsvollen Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien,
  • die Sensibilisierung für Gefahren und Grenzen der einzelnen Medien/Anwendungen und das Wissen um deren mögliche Auswirkungen,
  • die reflektierte und zielgerichtete Nutzung digitaler Technologien, Medien und Werkzeuge im Lernalltag und in Vorbereitung auf die Berufs- und Studienwelt,
  • die Aufklärung darüber, wie man sich sicher im Netz bewegen, wie man persönliche Daten im Internet schützen und wie man Cybermobbing verhindern kann. Regeln der verantwortungsvollen Kommunikation sind hierbei ebenso wichtig wie die Einhaltung der Regeln einer angemessenen und respektvollen Kommunikation.
Die Arbeit aller Kolleginnen und Kollegen im letzten Schuljahr hat gezeigt, dass eine breite Bereitschaft zur Umsetzung des Kompetenzrahmens zur Medienbildung unserer Schülerinnen und Schüler besteht. Der Weg dahin soll systematisch, verzahnt und nachhaltig sein, damit finanzielle und zeitliche Ressourcen, die investiert werden, nicht verpuffen. Fortbildung, Ausstattung (auch: schnelles Internet), Wartung und Umsetzung im Unterricht müssen hierzu ineinander greifen.

Im Rahmen der Entwicklung des Medienkonzepts besteht an unserer Schule über alle Fächer hinweg über die im Votum 2018 beschriebene Ausstattung hinaus Konsens darüber, dass Schüleraktivierung am besten durch den Einsatz von Tablets möglich ist, da diese spontan und ohne großen Aufwand und Zeitverlust auch für kurze Unterrichtssequenzen zugänglich sind. Tablets bieten ebenso dynamischere und mobilere Lern-, Gestaltungs- und Präsentationsmöglichkeiten. Interaktives Lernen sowie eine individuelle Förderung der Schüler sind damit besser möglich als in eher statischen Rechnerräumen. Aus diesem Grund sieht unser Ausbildungsplan u.a. weiterhin eine Schulung und Einarbeitung unserer Lehrkräfte in die technische Handhabung und in die didaktisch-methodischen unterrichtlichen Einsatzmöglichkeiten vor. Dies geschieht bereits durch kompetente Kolleginnen und Kollegen aus dem Kollegenkreis, externe Partner sowie Fortbildungsangebote.

Wir hoffen, dass die Ausstattung der Schule mit diesen Geräten schnell möglich ist, um
  • Fortbildungsinitiativen im Kollegium weiter zu befördern und Fortbildungsangebote durch externe Partner an der Schule abhalten zu können,
  • Gelerntes aus diesen und anderen Fortbildungsveranstaltungen zügig in die Praxis
  • die Multiplikation des erworbenen Wissens durch schulinterne Fortbildungsangebote in die Breite geben zu können.
Es ist ein Weg, den wir zuverlässig beschreiten, auf dem wir aber in manchen Bereichen selbst noch Lernende sind, denn viele von uns haben im Rahmen ihres Lehramtsstudiums digitale Kompetenzen nicht verpflichtend erlernt und nachgewiesen.

Ich danke deshalb allen Kolleginnen und Kollegen, die sich neben unserem Kerngeschäft Unterricht, ihrem pädagogischen Engagement für unsere Schülerinnen und Schüler und ihrem außerunterrichtlichen Einsatz zur Weiterentwicklung unseres Profils die Zeit genommen haben und sich die Zeit nehmen werden, sich für die digitalen Herausforderungen der eigenen Berufsausübung zu qualifizieren – oder die Qualifizierungen zur Verfügung zu stellen.

Ganz besonders danke ich auch dem Leitungstandem, StD J. Hock und OStRin S. Weppert, und allen Kolleginnen und Kollegen des Medienkonzeptteams für ihren zuverlässigen, zeitaufwändigen und kompetenten Einsatz in diesen zwei Jahren. Das im Kern dynamisch, d. h. auf Anpassung an Veränderungsprozesse und damit auf Weiterentwicklung angelegte didaktische Konzept, steht; es weist unsere Schwerpunkte aus. Jetzt bedarf es der Umsetzung, die die kritische Überprüfung einschließt, damit es – gegebenenfalls erweitert und optimiert – die Wirkung entfalten kann, die wir mit unserem Auftrag im Sinn hatten.


OStDin Birgit Weiß

Stand und Ausbau der technischen Infrastruktur der Schule

Ausstattung der Klassenzimmer

Moderner Unterricht, der auf dem Einsatz digitaler Medien aufbaut und in diesem Zuge zugleich Medienerziehung betreibt, kann nur mit einer entsprechenden technischen Infrastruktur gewährleistet werden. Nahezu jedes unserer Klassenzimmer ist dazu mit einem Lehrer-PC, einem Beamer sowie einer Dokumentenkamera ausgestattet. Die PCs stellen damit einen permanten, kabelgebundenen Zugang zum Internet her. Sie verfügen über eine einheitliche Software-Grundausstattung, mit der alle Lehrkräfte entsprechend ihrer Unterrichtsfächer vertraut sind. Jede Lehrkraft besitzt einen individuellen Account, der das Einloggen auf jedem Rechner der Schule ermöglicht. Gleichermaßen erhalten alle Schülerinnen und Schüler einen individuellen Login, der vorwiegend für die Rechner in den Computerräumen gedacht ist, aber auch z.B. zur Präsentation von Referaten im Klassenzimmer genutzt werden kann. Ein solchermaßen mediengestützter, abwechslungsreicher Unterricht steigert die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler.

Ausstattung der Rechnerräume / Laptops und Tablets

Die Schule verfügt über drei Rechnerräume, von denen zwei mit jeweils sechszehn, einer mit acht Schüler-PCs ausgestattet sind; hinzu kommt jeweils ein Lehrer-PC sowie eine Dokumentenkamera. Diese ermöglichen es den Lehrkräften, in ihrem Unterricht verstärkt Formen selbstbestimmten Lernens, Projektarbeit oder Lernstationen zu organisieren – Lernformen, die gerade in Anbetracht der immer kürzeren Halbwertszeit u.a. von technischem Wissen zunehmende Bedeutung gewinnen.
Für kürzere Arbeitsperioden, für Gruppenarbeit im Klassenverband, oder auch besondere Übungsformen in kleineren Schülerverbänden (z.B. in Intensivierungsstunden oder Seminaren der Oberstufe) steht ein Satz von sechs iPads zur Ausleihe zur Verfügung. Zudem stehen für die unterschiedlichen Fachschaften rund 30 Notebooks zum individuellen Einsatz bereit.

Ausstattung der Fachräume

Die Fachräume von Chemie und Physik wurden vor wenigen Jahren vollständig saniert. Sämtliche Unterrichtsräume, fünf an der Zahl, sind mit elektronischen Tafeln, Lehrer-PCs und Dokumentenkameras ausgestattet. Die drei Fachräume der Biologie sind ähnlich ausgerüstet, entbehren jedoch der elektronischen Tafel. Zwei von allen Fachschaften gleichermaßen genutzte Medienräume bieten ebenfalls die Möglichkeit, den Unterricht mithilfe von elektronischer Tafel und Dokumentenkamera vielfältiger und medialer zu gestalten. Gleiches gilt für die Räume der Fachschaft Kunst. Von den Fachräumen der Musik ist bisher nur einer von dreien derart ausgestattet.

Planung / Ausbau

Die verbliebenen drei Klassenzimmer ohne Beamer (und mithin noch ohne PC und Dokumentenkamera) erhalten die gleiche Ausstattung wie die anderen Klassenzimmer. Die Planung hierzu ist bereits angelaufen. In näherer Zukunft sollen auch die beiden großen Computerräume mit elektronischen Tafeln versehen werden; die finanziellen Mittel hierzu wurden bereits vor einiger Zeit bewilligt. Weiterhin wäre es wünschenswert, die Zahl der Schülerrechner von jeweils 16 auf etwa 26 zu erhöhen, damit votumskonform jeder Schülerin bzw. jedem Schüler ein eigener PC-Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Die Fachräume betreffend ist letztlich das Ziel, alle mit elektronischen Tafeln etc. auszurüsten. Hierzu bedarf es jedoch noch einer intensiveren Planungsphase; insbesondere in der Musik muss das Gesamtkonzept der Raumausgestaltung komplett neu angegangen werden, um sie auf die modernen Unterrichtsgegebenheiten auszurichten.
Für den Einsatz im Klassenverband ist die Anschaffung von zwei Sätzen à 15 Tablets geplant und im laufenden Haushalt bereits erfasst.

Überprüfung

Der moderne Unterricht steht und fällt nicht mit dem Vorhandensein der Gerätschaften, sondern mit deren reibungslosem Funktionieren. Dies bedingt eine entsprechende Einweisung der Lehrkräfte, deren pfleglichen Umgang mit dem Equipment, wie auch eine entsprechende Wartung von Seiten des Systembetreuers bzw. eines externen Dienstleisters. Der erstgenannte Punkt wird im Rahmen der hausinternen Fortbildungsmaßnahmen abgedeckt.
Auftretende Probleme können die Lehrkräfte an den Systembetreuer weiterleiten. Mit zukünftig über 200 PCs, Notebooks und Tablets sowie allen zugehörigen Peripheriegeräten dürfte der Wartungsdienst absehbar das bei weitem größte Problem der Medienausstattung darstellen.

Bezüglich der Software-Ausstattung wird folgendes Verfahren angestrebt: Die PCs in den Klassenzimmern und den Computerräumen erhalten eine Vorauswahl an Programmen. Die Fachbetreuer erhalten zu Beginn des neuen Schuljahres eine Liste in schriftlicher Form. Bis zum Ende der ersten Schulwoche melden sie Wünsche an, zusätzliche Software installieren zu lassen. Sofern diesem Wunsch keine Sicherheitsaspekte, funktionelle oder finanziellen Gründe entgegenstehen, wird die Installation vorgenommen und die geführte Liste entsprechend erweitert.

Schulinterne Lehrerfortbildung

Grundsätzliches

Schulinternen Lehrerfortbildungen (SchiLF) kommt eine wichtige Bedeutung im Rahmen der Schulentwicklung zu. Sie bieten u. a. die Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen, die über bestimmte Kompetenzen und Zusatzqualifikationen verfügen, als Multiplikatoren einzusetzen, um alle Lehrkräfte mit der Nutzung von Computern und relevanter Software im Rahmen von (Mini-)SchiLFs vertraut zu machen.

Organisatorisches

Für die Strukturierung des Fortbildungsangebots bieten sich sechs Kategorien an, die in Teilen aufeinander aufbauen. Zeitlich sollen die SchiLFs möglichst im Zeitraum bis Anfang Dezember und im weiteren Schuljahresverlauf bis zu den Osterferien anberaumt werden. Dabei ist es durchaus geraten, die Teilnehmerzahl nicht zu groß zu halten und dafür die Fortbildungen wiederholt anzubieten.

  • Hardware (Teil 1): Dokumentenkamera, PC und Beamer, elektronische Tafel
  • Hardware (Teil 2): Laptops (Lehrer) oder Tablets (Lehrer / Schüler)
  • Software (Teil 1): Programme aus der „Grundausstattung“ (Bildbetrachter / -bearbeiter; Audio- / Videoplayer; Browser; Office-Anwendungen) sowie niederschwellige Software bzw. Internetseiten zum Unterrichtseinsatz
  • Software (Teil 2): spezialisierterer Softwareeinsatz (Audio-Aufnahme, Videoschnitt, Grafikprogramme), auch Verwendung von Mebis, Einsatz von Mindmaps, Übungs- und Selbstlernprogrammen
  • Organisation: Kleine Helferprogramme zur Bewältigung / Strukturierung des Arbeitsalltags
  • Recht: Datenschutz allgemein, Einsatz von Messengern und Cloud-Speichern, verschlüsselte Kommunikation

Zielsetzungen des schulspezifischen Mediencurriculums

Moderne Medien sind aus dem heutigen Alltag unserer Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Erwachsene leben oft einen sehr intensiven Umgang mit den neuen Möglichkeiten vor, allerdings unterscheidet sich die Nutzung der medialen Angebote deutlich von der Alltagwelt der heranwachsenden Generation. Kinder und Jugendliche bedienen sich der Möglichkeiten, welche ihre PCs und Handys bieten, mit einer intuitiven Leichtigkeit, tauschen und veröffentlichen Informationen, laden umfangreiche Dateien herunter oder bewegen sich in diversen sozialen Netzwerken. Dabei sind sie sich der Verantwortung und der möglichen Gefahren, die damit verbunden sein können, häufig nicht ausreichend bewusst.

Die Schulen reagieren seit Jahren auf die sich immer schneller verändernden digitalen Rahmenbedingungen. Auf der einen Seite wird der Umgang mit der Datenverarbeitung im Kontext der fachlichen Arbeit immer selbstverständlicher von den Schülern gefordert (z. B. bei Referaten, Rechercheaufträgen, etc.). Andererseits führt dies jedoch auch zu zahlreichen Problemen, wenn es z. B. um den zeitlichen Umfang der Mediennutzung, die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten, den sozialen Umgang miteinander oder die Meinungsbildung durch das Internet geht.

Im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsansatzes muss Schule in unserer Zeit folglich auch Fähigkeiten und Fertigkeiten, also Kompetenzen, die den Umgang mit den digitalen Medien betreffen, fördern und ausbilden. Der Kompetenzrahmen zur Medienbildung (vgl. ISB-Referat Medienbildung, 16.05.2017) stellt hier sicherlich eine durchdachte Grundlage dar, welche wir am Celtis-Gymnasium genutzt und mit schülerbezogenen Ergänzungen konkretisiert haben.

Der nachfolgend aufgeführte Kompetenzrahmen mit beschreibendem Charakter soll dann durch das Mediencurriculum in den Schulalltag überführt werden.



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Konkretisierung im schulischen Leben: Das Mediencurriculum

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Häufig gestellte Fragen

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